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Freie Liebe und Wahrheit
Freie Liebe und Wahrheit

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    "Freie Liebe und Wahrheit: Die Philosophie der Rückfindung" ist das mystisch-philosophische "happy end", das dem  Roman "Abirrung" fehlt. Es stellt die Überwindung des Liebeskummers dar, indem die "alte Liebe", die "nicht rostet" verinnerlicht wird. Auf diese Weise genießt der ehemalig "Liebeskranke" seine Geliebte innerlich. In dieser Liebe wird Gott erfahren, denn Gott ist ja die Liebe, wenn man dem 1. Johannesbrief der Bibel Glauben schenken will.

Leseprobe:

16. Die asketische Lust
   Voraussetzung für das Erleben von asketischer Lust ist der Reinheitswandel nach Buddha, der darin besteht, keinen Alkohol zu trinken, keinen Tabak zu rauchen, keine koffein- und theinhaltigen Getränke zu sich zu nehmen, sowie keine illegalen Rauschmittel; ebenso kein Fleisch und keinen Fisch zu essen, keine Milch und keine Eier zu sich zu nehmen. Erst eine jahrelange Praxis dieses Reinheitswandels lässt die asketische Lust Wirklichkeit werden.
   Asketische Lust ist enstatische selbstgenugsame Lust mit dem verinnerlichten Idol. Sie ist also eine innerliche Gefühlskommunikation mit dem Idol. Es kommt niemals zu einer Ejakulation. Danach geht in ihr nicht das Verlangen, weil die Gefühlskommunikation fortlaufend immer wieder in Orgasmen von enstatischen Entzückungen neue Gefühlserkenntnisse und rationale Erkenntnisse hervorbringt. Diese Gefühlskommunikation ist schier unerschöpflich an Mannigfaltigkeit, weil hierin der unendliche Gott selbst, der die Liebe ist, erlebt wird.
   Ein Inhalt der Gefühlskommunikation mit dem Idol ist die reziprok-korrelative Schuld, also die gegenseitige Schuld aneinander, die gegenseitigen Verletzungen im Gefühl, die das irdische Leben mit sich brachte. So beinhaltet das enstatische Gefühl füreinander, die gesamte Gefühlsbreite an Abwechslung möglicher Lust, die ein Mensch sich nur vorstellen kann und darüber hinaus. Es ist Gott, der als Liebe die beiden Liebenden aussöhnt. Dabei erfreuen sich beide immer wieder an ihren gemeinsamen Erkenntnisorgasmen. So kommt es zu einer allmählichen Rückfindung der beiden.
    Um diese asketische enstatische selbstgenugsame Lust nicht zu stören, muss auf den Egoismus von Masturbation völlig verzichtet werden. Ein Koitus mit dem irdischen "Fegfeuerliebchen", hingegen wirkt sich nicht als störend aus, im Gegenteil, er befördert die Erkenntnisse mit dem Idol und ist hilfreich gegen die Versuchung zur Masturbation, denn dieses "Fegfeuerliebchen" ist mir gegeben die Wollust zu bewältigen.

 

17. Gottesgewissheit auf Grund der Liebe
   Der Liebe zu meinem Idol bin ich mir ganz gewiss, denn gleichgültig, ob ich leide oder mich freue und Lust empfinde, ich fühle mit meinem Idol. Wenn es wahr ist, dass Gott die Liebe ist, so darf ich auf Grund dieser Aussage Gottes gewiss sein, weil ich der Liebe zum Idol gewiss bin. Amo, ergo deus, quia deus amor. (Ich liebe, folglich ist Gott, weil Gott die Liebe ist.)
   Die Liebe zum Idol beinhaltet die Liebe zum Fegfeuerliebchen, das mir zur Läuterung meiner Verstöße gegen die Liebe zum Idol behilflich ist, sowie zum weiteren Verständnis der Liebe. Denn je mehr ich die Liebe verstanden und erkannt habe, umso mehr habe ich Gott verstanden und erkannt. Fühle ich die Liebe zum Idol, fühle ich Gott. Verstehe ich mein Fegfeuerliebchen, verstehe ich Gott und mein Idol.
   Gott zu lieben, bedeutet die Liebe zu lieben, weil Gott die Liebe ist. Die Liebe zu lieben bedeutet, die Eigenschaften der Liebe und somit die Eigenschaften Gottes zu lieben, also Vergebung, Barmherzigkeit, Wahrheit, Schönheit, Freiheit, Gerechtigkeit und so weiter. Die Liebe und somit Gott zu lieben kann leicht sein, weil die Liebe ihre himmlischen Freuden hat in Lust und Wonne und vielen angenehmen Empfindungen mehr. Macht die Liebe Leiden, so liegt dies an vergangenen Sünden wider die Liebe, die noch nicht aufgearbeitet sind. Eine Aufarbeitung dieser Sünden bewirkt die allmähliche Rückfindung der Liebenden.

 

20. Echte und unechte Liebespaare
   Weil der Mensch in der Wirklichkeit nur eine einzige Liebe erlebt, welche die Beschaffenheit (Qualität) des Eros hat, haben die vielen anderen davon abgewichenen Lieben eines Menschen die Beschaffenheit (Qualität) der Philia (freundschaftlichen Liebe) im aristotelischen Sinn. Die Philia ist die Realität, mit der sich viele Menschen vorerst begnügen, indem sie ihre Eros-Liebe verdrängen. In der Realbeziehung ihrer Philia-Liebe zeugen sie zur Ergänzung des Ungenügens ihrer Realbeziehung Kinder, welche immer die Kompatibilitäts-Differenz der beiden Partner (Interrelate) in ihrer Philia-Liebe sind. Der Eros zeugt wegen der vollkommenen Kompatibilität der beiden Liebenden in der Regel keine Kinder. Dazu ist meist kein Bedürfnis. Eros-Liebespaare sind echte Liebespaare; Philia-Liebespaare können unechte Liebespaare genannt werden, wenn sie sich den Eros vormachen. Manche derselben gestehen sich gegenseitig die Wahrhaftigkeit zu, ihre Philia-Liebe als solche auszusprechen. Die Körpersprache der echten Liebespaare korreliert in vollkommener Weise reziprok. Darum ist das Zusammensein der echt Liebenden in der Idylle von göttlicher Lust erfüllt. In der Körpersprache der unechten Liebespaare hingegen, hat jeder der beiden Partner (Interrelate) seine Abgrenzungen und Vorenthaltungen. Darum ist deren Lust nur eine von beiden gewollt hervorgetriebene Wollust, während in der Eros-Liebe die schöne Lust der Liebenden (Reziprok-Korrelate) wie von selbst da ist, weil sie sich in Gott bewegt, auch wenn die beiden es nicht wissen. Das Nachspüren und Vergeistigen der Lust im Eros der Liebenden führt unweigerlich zur Gotteserkenntnis, weil Gott die Quelle aller Freude ist und damit auch die Quelle der Freude und Lust (Wonne) im Eros, wobei zugleich die beiden echt Liebenden die Freuden ihrer reziprok-korrelativen Wahrheit genießen, die wiederum auf die göttliche Wahrheit hinweist. Ihre Freude wächst mit zunehmender gegenseitiger Aussöhnung der Kränkungen, deren sie aneinander schuldig geworden sind. Die unecht Liebenden in der Philia-Liebe haben die unvollkommene Freude einer Realitätsbewältigung, die hinter dem irdisch-himmlischen Wirklichkeitserleben des Eros weit zurückbleibt.
   Diese Wahrheit zu erkennen, ist jedem Menschen aufgegeben. Viele jedoch entziehen sich dem anstrengenden und leidvollen Denkprozess zur Erkenntnis, indem sie auf die Stimulans von Genussmitteln ausweichen und sich dadurch betäuben, anstatt die Tapferkeit aufzubringen, ihre zunächst ungeordnet-miesen Gefühle zu ertragen. Sie wollen nicht durch den Schmerz hindurch zur wahren Freude. Denn hinter jedem schmerzenden unangenehmen Gefühl steckt eine freudvolle Erkenntnis über die wahre Liebe.

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